Über mich…

Pia Winkelblech

Laufallrounderin aus der Südpfalz

Sie ist eine absolute Cross-Spezialistin, läuft aber auch gern auf der Straße und der Bahn und hat neuerdings auch die Ultra-Trails für sich entdeckt

(von Holger Czäczine im Oktober 2014-Laufreport) 

Ihre ersten Läufe auf der Mittelstrecke machte Pia Winkelblech im Rahmen der Bundesjugendspiele. Die 800 Meter waren für sie damals schon etwas Besonderes. Außerdem hatte sie in ihrem Vater ein läuferisches Vorbild, der von 1985 bis 1996 ein starker 10km-Läufer war. Er inspirierte sie auch dazu an Laufveranstaltungen teil zu nehmen. Ihr erster Trainer war Günter Schwalba beim TV Herxheim, der dort den Lauftreff betreute als Pia Winkelblech etwa 14 Jahre alt war. Später standen bei ihr das Springreiten sowie Jazz-Dance und Ballett im Vordergrund. Zum Ausgleich lief sie trotzdem etwa 2mal pro Woche. Erst ab 2007 / 2008 stand das Laufen wieder im Vordergrund.

Wiedereinstieg beim TSV 1886 Kandel ab 2008 und aktuelles Training

Pfalzmeisterinnen v.l. : Ursula Wagner, Iris Stern und Pia Winkelblech 2008 schloss sich Pia dem TSV Kandel an. Hier konzentrierte sie sich vorerst auf die Bahndistanzen von 800m bis 5000m bzw. die Cross- und Waldläufe. In Catherine Bayer-Klier und Ursula Wagner fand sie starke Trainingspartnerinnen. Roland Schmidt leitete in dieser Zeit das Training der ambitionierten Frauen. Heute trainiert Pia auch oft mit den Kandeler Straßenläufern Kai Morgenstern, Marcus Wagner und Thomas Dambach. Durch das Training mit Iris Stern legte sie ihren Focus auch etwas mehr in Richtung Berglauf.

Etwa alle 1 bis 2 Wochen geht sie zum Bahntraining nach Wissembourg ins nahe Elsass. Unter Coach Hans-Jürgen Eichberger stehen hier Tempoläufe auf dem Trainingsplan. Der Marathon-Pfalzrekordler, der mittlerweile in Bad Bergzabern lebt, aber immer noch einer der Inhaber von „Eichis Laufladen“ in Kandel ist, hat hier sehr leistungsstarke Frauen aus der Südpfalz zum Training um sich geschart. Mit Melanie Noll hat er auch die Deutsche Berglaufmeisterin von 2012 unter seinen Fittichen.

Bis zu 3mal pro Woche geht die Kandelerin zum Training in die Kletterhalle nach Landau. Im Sommer geht es an die Felsen im Pfälzer Wald und im Elsaß. Gymnastik macht sie regelmäßig, meist abends nach dem Lauftraining. Ebenfalls versucht sie wenn es zeitlich möglich ist, Rad zu fahren. Bislang fuhr sie meist Mountainbike, seit ihrem ersten Triathlon 2014 aber auch Rennrad. Und neuerdings gehört auch noch 1mal die Woche Schwimmen zum Trainingsprogramm.

Aktuelle läuferische Erfolge und Highlights in 2013 und 2014

Im Frühjahr 2013 lief es bei Pia aufgrund von Eisenmangel im Training und auch bei den 10km-Wettkämpfen nicht so gut. Deshalb war die Motivation für die 10km-Läufe im Keller. Nach dem Osterlauf in Rheinzabern war sie so frustriert, dass sie sich überlegte, etwas zu ändern. Sie wollte nicht den Spaß am Laufen verlieren und da hat sie einfach mal etwas anderes ausprobiert. Sie wählte solche Strecken, auf denen sie keine direkten Zeitvorgaben hatte. Strecken und Distanzen, die sie vorher noch nie gelaufen war. Dadurch nahm sie sich den Druck, den sie sich bis dahin selbst gemacht hatte. Sie merkte, dass auch lange Strecken und Berge sehr viel Spaß machen können. Der Erfolg gab ihr Recht, schon im Herbst 2013 lief sie ihre Halbmarathonbestzeit bei der Tour de Tirol in 1:32:26 und konnte sich im Oktober im 10km-Lauf beim München-Marathon auf 40:31 Minuten steigern.

Im Winter 2013/2014 war Pia Winkelblech bei einigen Crossläufen am Start. Unter anderem lief sie im November und Dezember die Veranstaltungen in Hatzenbühl und Wissembourg. Ende Januar 2014 wurde sie Doppelsiegerin der Klassse W30 über 3300m und 9000m beim Leininger Crosslauf in Grünstadt.

Im April 2014 ist sie dann den Grand Defi in den Vogesen über 58 km gelaufen. Das war auch eine sehr interessante Erfahrung, vor allem weil sie davor noch keinen Marathon gelaufen war. Eine Woche nach diesem Ultratrail steigerte sie mit einer absoluten Punktlandung ihre Halbmarathon-Bestzeit beim Rheinzaberner Osterlauf auf starke 1:29:59 Stunden. Anfang Mai wurde Pia Winkelblech in Herxheim in 40:44 Minuten Pfalzmeisterin im 10.000m-Lauf. Einen starken Eindruck hinterließ sie auch Mitte August beim bergigen Ettlinger Halbmarathon (1:36:34). Ihre 10km-Bestzeit von 40:31 Minuten egalisierte sie Anfang September beim Abendstraßenlauf in Herxheim. Sehr gespannt fieberte die Südpfälzerin ihrem Marathondebüt beim Pfälzer Waldmarathon am 14. September in Pirmasens entgegen. Im Ziel konnte sie sich über tolle 3:26:19 Stunden auf der schweren Strecke (700 Höhenmeter) und Platz 2 hinter Jessica Kammerer vom TuS Heltersberg freuen.
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Inzwischen ist für Pia die Abwechslung und die unterschiedlichen Anforderungen bei ihren vielen verschiedenen Events das Wichtigste am Laufsport. Sie möchte immer wieder etwas Neues ausprobieren und ihre Grenzen austesten. Trotz allem läuft sie immer noch am liebsten Cross und auch so was Extremes wie z.B. No Guts No Glory oder Viking Heroe mit Hindernissen. Ihr liegen diese Extremveranstaltungen, da sie auch sehr viel im Pfälzer Wald klettert.

Ihre Vielseitigkeit stellte sie auch bei Ihrem Start bei der Tour de Tirol Anfang Oktober 2014 unter Beweis. Erstmals war sie bei diesem schweren Etappenlauf auf allen 3 Strecken am Start. Es war ein echter Härtetest für die sympathische 39jährige Südpfälzerin. Sie schlug sich über 10km, dem Marathon und dem Halbmarathon mit Bravour und konnte sich am Sonntag in Ziel nach 8:39:13 Stunden über Platz 5 in der W35 freuen.

Die Leser von LaufReport dürfen gespannt sein, welche Laufevents Pia Winkelblech 2015 bestreiten wird.

http://www.laufreport.de/portraits/personen/winkelblech/winkelblech.htm

 

Bestleistungen (Stand Okt. 2016):

800m

2:34 min

5.000m

19:17 min

10.000m

40:44 min

10 km Straße

39:59 min

Halbmarathon

1:29:59 Std

Marathon

3:14:06 Std